
Therapieformen
Moderne Schmerztherapie – individuell und wirkungsvoll
Wir bieten ein klar strukturiertes Therapiekonzept: konservativ, interventionell und neuromodulativ. Präzise, minimal-invasiv und auf Ihren Bedarf abgestimmt.
Chronische Schmerzen sind komplex – und so auch ihre Behandlung. Deshalb arbeiten wir im Schmerztherapiezentrum Schultheis mit einem klaren, dreistufigen Ansatz: von schonenden konservativen Maßnahmen bis hin zu modernen mikrotherapeutischen Eingriffen und innovativer Neuromodulation.
Konservative Therapie
Viele Beschwerden lassen sich durch bewährte, nicht-invasive Maßnahmen effektiv behandeln. Dazu gehören:
- gezielte medikamentöse Therapie
- spezielle Wärmebehandlungen
- Infusionsbehandlungen
Diese Verfahren dienen häufig als erster Schritt – oder als ergänzende Bausteine zu anderen Therapien.
Interventionelle Schmerztherapie
Die mikrotherapeutische, interventionelle Schmerztherapie richtet sich gezielt auf die tatsächliche Schmerzquelle. Unter Bildgebung werden Strukturen an der Wirbelsäule oder an Nerven präzise behandelt – minimal-invasiv und gewebeschonend.
- Bildgesteuerte Infiltrationstherapien (z. B. unter Röntgen oder Ultraschall)
- Thermokoagulation und Neurothermie
- Gepulste Radiofrequenzbehandlungen
- Ultraschallgesteuerte Plexusblockaden
Neuromodulation
Neuromodulative Verfahren nutzen elektrische Stimulationssysteme, um die Weiterleitung von Schmerzsignalen im Nervensystem zu beeinflussen. Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn klassische Verfahren nicht mehr ausreichen.
- Spinal Cord Stimulation (SCS)
- Dorsal-Root-Ganglion-Stimulation (DRG)
- Sakrale und subkutane Nervenstimulation
- Occipitalnervstimulation
- Elektroakupunktur
Regenerative Schmerzmedizin
Damit regenerative Medizin ihr volles Potenzial entfalten kann, ist die präzise Diagnose der Schmerzursache unverzichtbar. Durch ein ausführliches Gespräch, eine gründliche körperliche Untersuchung und moderne Bildgebung wie Röntgen, Ultraschall, CT oder MRT entsteht ein klares Bild darüber, welche Strukturen die Beschwerden verursachen. Diese Grundlage ermöglicht eine individuell abgestimmte regenerative Schmerztherapie für Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Arthrose oder Sehnenreizungen.
Die Grenzen von Kortison – warum regenerative Therapie neue Wege eröffnet
Kortison kann bei akuten Beschwerden kurzfristig Linderung verschaffen. Viele Patientinnen und Patienten erleben jedoch, dass der Effekt begrenzt ist und sich bei chronischen Schmerzen schnell erschöpft. Hinzu kommen mögliche Nachteile:
- rein symptomatische Wirkung
- Minderung der Gewebequalität (Sehnen, Knorpel)
- potenzielle Gewebsreizungen bei häufiger Anwendung
- Systemwirkungen wie Blutzuckeranstieg oder
- Wassereinlagerungen
- nachlassender Effekt bei wiederholten Injektionen
Deshalb ist Kortison zwar ein Werkzeug – jedoch kein nachhaltiger Ansatz bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden.
Warum die regenerative Schmerztherapie so wichtig ist
Wie verändert regenerative Medizin die Schmerzbehandlung?
Die regenerative Medizin verfolgt einen grundlegend neuen Ansatz. Im Vergleich zur traditionellen Schmerztherapie mit Medikamenten versucht sie nicht mehr, durch äußere Einflüsse auf Zellen und Gewebe Schmerzen zu lindern, sondern durch biologische Wirkstoffe direkt den Körper zur Heilung des schmerzenden Gewebes anzuregen. Da sie sehr spezifisch und auf die schmerzende Körperregion fokussiert eingesetzt werden kann, werden Nebenwirkungen im Vergleich zu klassischen Schmerzbehandlungen erheblich reduziert. Auch Operationen zur Linderung von Schmerzen kann die regenerative Medizinnicht verhindern, aber möglicherweise, zumindest hinauszögern.
Regenerative Medizin setzt nicht auf das Dämpfen von Symptomen, sondern auf biologische Heilungsprozesse, die der Körper grundsätzlich besitzt. Wenn Gewebe verletzt, überlastet oder degenerativ geschwächt ist, gerät die Homöostase – das Gleichgewicht von Aufbau und Abbau – aus dem Lot .
Die regenerative Schmerztherapie hat das Ziel, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, indem sie körpereigene Signalstoffe nutzt, die:
- Entzündungen regulieren,
- Heilung anstoßen,
- Gewebe schützen und
- Regeneration fördern.
Dazu gehört die gezielte Aktivierung natürlicher Prozesse, die auch in der zweiten Phase der Wundheilung stattfinden – jener Phase, in der Entzündungssignale abklingen und regenerative Wirkstoffe freigesetzt werden.
Warum Entzündung nicht „gut“ oder „schlecht“ ist – sondern richtig reguliert werden muss
Schmerzen entstehen häufig, weil Entzündungen nicht optimal ablaufen:
Überschießende Entzündungsreaktion
- führt zu Schwellung, Reizung und Dauerentzündung
- blockiert Heilung
- verstärkt Schmerzen und beschleunigt Gewebeabbau
Zu schwache Entzündungsreaktion
- gibt dem Körper keine klaren Signale zur Reparatur
- Heilungsprozesse bleiben unvollständig
- Beschwerden chronifizieren
Regenerative Therapie nutzt körpereigene Signalstoffe wie Zytokine (z. B. IL-1Ra, IL-10), Wachstumsfaktoren, Lipidmediatoren oder Exosomen, um diese Prozesse physiologisch zu steuern und damit die natürliche Heilungsintelligenz des Körpers zu unterstützen.
Präzise Injektionen – ultraschall- und röntgengesteuert
Für die regenerative Schmerztherapie ist die exakte Platzierung der Behandlung entscheidend. Deshalb kommen präzisionsgeführte Verfahren zum Einsatz:
- Ultraschallgesteuerte Injektionen für Gelenke, Sehnen, Bänder und oberflächennahe Strukturen
- Röntgengesteuerte Injektionen (z. B. an der Wirbelsäule) für tiefere oder schwer erreichbare Areale
So gelangt die Therapie genau an den Ort, an dem sie wirken soll.
Zum Einsatz kommt oft ein zellfreies Eigenprotein-Serum – ein aus wenigen Millilitern Blut gewonnenes, aufbereitets Serum mit entzündungsmodulierenden und regenerativen körpereigenen Proteinen, ganz ohne Fremdstoffe, gut verträglich und biologisch wirksam.
Potenzial auch bei neuropathischen Schmerzen
Neuropathische Schmerzen entstehen durch gereizte oder
- geschädigte Nerven, z. B. bei:
- Bandscheibenvorfällen
- Nervenwurzelreizungen
- Facettengelenksarthrosen
- chronischen Entzündungsprozessen an der Wirbelsäule
Die regenerative Schmerztherapie kann hier unterstützen, indem sie:
- Entzündungen an Nervenstrukturen physiologisch moduliert
die Mikroumgebung des Nervs verbessert - regenerative Signale aktiviert, die Gewebe schützen
- präzise Injektionen ermöglicht, die genau die gereizte Struktur erreichen
Dadurch können Reizzustände beruhigt, Schmerzreize reduziert und die Funktion der Nerven unterstützt werden.
Nachhaltigkeit durch Bewegung: medizinische Trainingstherapie
Ergänzend stabilisiert eine individuell abgestimmte medizinische Trainingstherapie den Erfolg der Behandlung. Sie verbessert:
- Beweglichkeit
- Kraft
- Gelenkstabilität
- neuromuskuläre Kontrolle
und fördert damit dauerhaft die körpereigenen regenerativen Prozesse.
Ziel der regenerativen Schmerztherapie: langfristige Schmerzreduktion, bessere Funktion und mehr Lebensqualität – ohne unnötige Operationen.
IGEL-Leistungen
- Röntgengesteuerte KM-kontrollierte diagnostische oder therapeutische Injektionen
- Ultraschallgesteuerte Injektionen
- Therapien mit Biologika
- Radiofrequenztherapien
- gepulste Radiofrequenztherapien
- Infusionstherapien
- Energetische Verfahren
Energetik in der Schmerztherapie
In der energetischen Schmerztherapie wird der Mensch als ein Wesen verstanden, das nicht nur aus Körperstrukturen besteht, sondern auch aus einem feinen energetischen System. Dieses umfasst verschiedene Energiezentren – die Chakren – sowie den dazwischenliegenden Energiefluss. Gerät dieser Fluss ins Stocken oder verlieren Chakren ihr Gleichgewicht, kann dies sich nach diesem Ansatz auf Wohlbefinden, Stressverarbeitung und Schmerzwahrnehmung auswirken.
Durch sanfte, gezielt eingesetzte Methoden wie Atemarbeit oder meditative Fokussierung sollen Chakren harmonisiert und der Energiefluss wieder in Balance gebracht werden. Viele Patientinnen und Patienten erleben dies als wohltuende Unterstützung: mehr innere Ruhe, eine verbesserte Körperwahrnehmung und ein ganzheitliches Gefühl von Entlastung. Energetik ersetzt keine medizinische Behandlung, kann jedoch eine hilfreiche Ergänzung im individuellen Schmerzmanagement sein.